Zwei Wochen in Vinon das erste Mal im Einsitzer

Abbildung 1: Der Start in Vinon. Sobald der Wind anfängt zu wehen, wird gestartet.

Im Vorfeld hatte ich ein bisschen Respekt vor den Bergen und einer Art Alpenvorland mit tiefem durch die Gegend krabbeln bis zu den Bergen. Aus den letzten Urlauben im Doppelsitzer kannte ich das von Gap aus nur zu gut. Diese Befürchtung stellte sich jedoch als ungerechtfertigt heraus. Doch dazu später mehr. Untergekommen bin ich im Maison Blanche. Mitzubringen sind dabei eine Decke, ein Kissen, sowie Bezüge und ein Spannbettlaken. Die Zimmer sind wie eine Kaserne mit dem typischen Schrank ausgestattet. Besteck und co. braucht man für die Küche jedoch nicht mitbringen, da sie sehr gut ausgestattet ist. Dies ist dem vielen Engagement der Besucher zu verdanken.

Nun zum Fliegerischen. Ich bin sehr positiv von der Gegend überrascht. Von den vielen Flügen ging nur ein F-Schlepp an die Serres, da die Thermik auf dem Plateau gar nicht erst begonnen hatte. Sonst bekam ich nach einem 4-Minuten F-Schlepp direkt in 400m über Grund einen 3 Meter Bart auf 1800m MSL. Das Gelände steigt natürlich deutlich an, Puimoisson liegt auf 700m MSL, aber über dem Platz scheint wohl öfter auch ein 3 Meter Bart bis auf über 3500m zu stehen. Diese Flugvariante ist natürlich nicht der übliche Weg zum Parcours, aber tief durchs Gelände fliegen und dabei von Außenlandefeld zu Außenlandefeld springen ist nicht meine Art.

Abbildung 2: Blick beim Flug ins Gelände nach Süden. Die Serres ist der Berg neben dem Pfeil, vorgelagert ist der Flugplatz Puimoisson. Praktischerweise steht die „Brise“ auf dem Berg. Im Blauen ging es sehr oft bereits vor den Bergen auf über 3000m MSL.

Bei Blauthermik stellt sich normalerweise die Thermiksuche als schwierig heraus, durch die Berge weiß man aber im Prinzip immer wo die Thermik ist. Bei Brise, dem Talwind der Durance, weht der Wind immer aus Südwest. Also stehen ab Mittag die Sonne und der Wind auf dem Parcours. Vor dem Start wird also auf den Wind gewartet, denn dann funktioniert dieses einzigartige System aus Thermik- und Hangfliegen. Die übliche Flugvariante ist im Talwind von der Serres über die Coupe bis zu den Trois Évêchés. Die Trois Évêchés sind 2961m hoch, eine Basis von 4000m ist zwar sehr komfortabel für einen Anfänger, dennoch ist die Kenntnis vom Fluchtweg zum Außenlandefeld zwingend erforderlich. Besonders der Sprung von der Dormillouse zu den Écrins kam mir sehr unangenehm vor. Man bewegt sich zwar auch zwischen drei Flugplätzen, Seyne am Parcours, Barcelonette, und St Crépin, aber alle erscheinen recht weit weg und sind im Gelände verborgen. Dazwischen gibt es keine landbare Alternative. Zusätzlich kommt die enge Thermik an den Berghängen hinzu. Teilweise musste ich mit 60° Schräglage kurbeln, um die Thermik zu erwischen. Freud und Leid liegen dann sehr dicht beieinander.

Abbildung 3: Von der Dormillouse aus 2500m MSL Blickrichtung Südwest entlang des Parcours. Von den Trois Évêchés geht es weiter nach Süden zum Cheval Blanc (2400m). Von dort aus fällt das Gelände langsam ab. Der Wind weht von Süd (von rechts) auf die Berge. Der Flugplatz „Barcelonette“ liegt links der Bergkette im Tal, der Flugplatz „Seyne“ rechts der Bergkette.

Der Rückweg aus den Bergen kam mir sehr entspannt vor. Von dem Cheval Blanc (2400m MSL) reichte die Höhe für Vinon schon aus, ab der Serres auf Gipfelhöhe auch. Wenn die Basis bei 4000m MSL liegt, ist der Rückflug auch schon ab Barcelonette gesichert. Insgesamt komme ich auf 7 Flüge in 14 Tagen bei 54 Flugstunden und 2400 km. An den anderen Tagen hätte man natürlich auch fliegen können (so etwas wie schlechtes Wetter gibt’s hier nicht), allerdings sind Monaco, das Mittelmeer, und ein Tag Pause am Lac du St Croix bei 40 Grad auch sehr verlockend. Leider ist meine Zeit in Südfrankreich schon vorüber, ich freue mich jedoch sehr auf nächstes Jahr!

Jens Kühne (August 2017)

Infiziert - Ein Bericht von Berni Rensik

Ich steuere unter Grat auf einen hell schillernden Berg zu, rund sind seine Kontouren, die mich aber nicht beruhigen. Ich fühle mich eingekesselt, dem Profil so nahe, steuere immer weiter auf die Wand zu. Über mir kreisen zwei Gänsegeier. Endlich erlösendes Steigen. Meine Hand klammert sich für mich vollkommen ungewohnt am Steuerknüppel des Kestrels fest. So dicht am Hang “sieht” man das Steigen regelrecht. Es ist nach meinem Flug im DuoDiscus mit Soufian am Vortag mein erster Tag im Einsitzer im Gebirge. Wir achtern am Cheval Blanc.


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Das Trainingslager 2017 der Bundeswehr Flugsportvereinigung in den französischen Seealpen

Geschrieben von Frank Strewinsky.

Das Trainingslager:

Wie jedes Frühjahr hat die Bundeswehrflugsportvereinigung (www.bw-flugsport.de) das   Trainingslager für den Gebirgssegelflug im Zeitraum vom 18.03-22.04.2017 durchgeführt. In den 5 Wochen haben über 40 Teilnehmer an dieser Trainingsmaßnahme am ehemaligen Stützpunkt der Sportsoldaten in Vinon sur Verdon teilgenommen. Die langen Vorbereitungen, die bereits im November 2016 begonnen haben, haben sich ausgezahlt und ein harmonisches Fluglager ermöglicht.

Der Standort:

Der Stützpunkt eignet sich durch seine Infrastruktur (Maison Blanche mit Unterkünften, Briefingraum sowie Küche) und Lage des Flugplatzes besonders für die Ausbildung in einem sehr weiten Leistungsspektrum und erfreut sich daher bereits seit vielen Jahren großer Beliebtheit bei den Teilnehmern. Neben dem klassischen Thermikfliegen, ist der Hangflug am Parcours sowie Wellenfliegen bei Mistral immer ein Highlight.

Das Konzept:

Unter der Leitung von Fregattenkapitän Frank Strewinsky und Oberstleutnant Norbert Kühne hat das Training in einer geschlossenen Trainingsgruppe stattgefunden. Beide Trainer wurden durch den ehemaligen Trainer der Sportsoldaten Hauptmann Karl Heinz Pfeifer sowie durch unseren ehemaligen Sportsoldaten Oberleutnant Mike Nierste tatkräftig unterstützt. Unter den Teilnehmern ist eine Teilnahme für die Teilnahme an den französischen Segelflugmeisterschaften in Romorantin/Frankeich ausgeflogen worden.

Ein typischer Tagesablauf:

Nach dem Aufbau der Segelflugzeuge und Abschluss der Startvorbereitungen, wurde das morgendliches Wetter- sowie Sicherheitsbriefing durchgeführt. Anschließend wurden die Trainingsgruppen je nach Trainingsstand zusammengestellt und die Flugrouten mit dem Trainer und Team abgesprochen. Je nach individueller Leistungsfähigkeit wurde entweder im Doppelsitzer oder im Teamflug mit 2-3 Einsitzern ausgebildet. Im Infoteam mit anderen Teilnehmern wurden hilfreiche Informationen zu Wetter und Flugvorhaben ausgetauscht. Nach der Landung wurden abends die Flüge im gemütlichen Rahmen analysiert und individuelle Tipps zur Leistungsverbesserung gegeben.

Das Gesellschaftliche:

Traditionell hat wieder der Deutsch-Französischen Freundschaftsabend stattgefunden, um die tiefe Verbundenheit mit unserem Gastverein der AAVA gebührend zu feiern. In lockerer Runde hat man neue Freundschaften geschlossen und vertieft. Hier profitieren wir von dem Erfahrungsaustausch mit unseren französischen Freunden, die über viele Streckentipps und Erfahrungen im Gebirge verfügen.

Resümee:

Insgesamt blicken wir auf ein sehr erfolgreiches Trainingslager zurück, was uns bereits im Frühjahr auf die kommende Saison und Wettbewerbe sehr umfassend vorbereitet hat. Die gelebte Kameradschaft und das anhaltend gute Wetter haben uns insbesondere in den ersten drei Aprilwochen sehr weite und abwechslungsreiche Flüge bis zum Mont Blanc ermöglicht.

Ausblick:

Seit 2014 verzeichnen wir immer weiter steigende Teilnehmerzahlen, so dass wir auch im kommenden Frühjahr beabsichtigen dieses Trainingslager anzubieten. Weiterführende Information sind unter der Homepage www.bw-flugsport.de sowie der Facebookseite Gebirgssegelflug – Trainingslager abrufbar. Teilnehmermeldungen für Soldaten und zivile Angestellte werden wir voraussichtlich im Dezember 2017 erbitten. Bei Fragen sowie Anregungen steht FKpt Frank Strewinsky per Email (frankstrewinsky@bw-flugsport.de ) gerne zur Verfügung.

Wir wünschen Euch always Happy Landings

Frank und Norbert

Ruhmeshalle Militärischer Motorflugwettbewerb

Ruhmeshalle

Jahr:Flugplatz:DstGrd.:Besatzung:Verein:
2014NiederstettenLukas BartkowiakBwSFG Laupheim e.V.
Bw-WertungHptmSascha BillBwSFG Laupheim e.V.
2014NiederstettenHelmut BäderFMS Kirchheim Teck
Gesamt-WertungGerhard SprengFMS Kirchheim Teck 
2012LechfeldOG d.R.Hans Jürgen DyckBwFSG Leipheim
Bw-WertungOG d.R.Torsten Wolf
2012LechfeldKlaus HeegeAero Club Baden
Gesamt-WertungRenate Heege
2010NörvenichOG d.R.Hans Jürgen DyckBwFSG Leipheim
Bw-WertungOG d.R.Torsten Wolf
2010NörvenichMarkus CiesielskiLSG Breitscheid Haigar
Gesamt-WertungAstrid Ciesielski
2008BüchelMarkus CiesielskiLSG Breitscheid Haigar
Astrid Ciesielski
2006NordholzOlt d.R.Joachim AhlemannSFG Husum
Maj d.R.Winfried Heller
2004KaufbeurenOG d.R.Thomas DrummerLSV Regensburg
Bernhard Drummer
2002FürstenfeldbruckHorst HutschenreiterRFSV Nördlingen e.V.
Dr. Burkhard Ryska
2000FritzlarOLt d.R.Michael BoisSFG Fürstenfeldbruck e.V.
OG d.R.Franz Schünke
1998WunstorfLt d.R.Joachim AhlemannSFG Husum e.V.
Maj d.R.Winfried Heller
1995LaupheimSU d.R.Erwin WeißSFG Fürstenfeldbruck e.V.
SU d.R.Hans-Peter Gügel
1994ManchingLt d.R.Joachim AhlemannSFG Husum e.V.
OLt d.R.Jürgens
1993FürstenfeldbruckOTADr. Heiko WelschSFG Manching e.V.
LtVolker Bau
1992OldenburgOTLNorbert TrenkerSFG Fürstenfeldbruck e.V.
OG d.R.Udo Wagner
1991WunstorfO d.R.Reinhard RuckSFG Oldenburg e.V.
OSA d.R.Dr. Manfred Meyer
1990NordholzHptmRolf HeyneSFG Wunstorf e.V.
OG d.R.Helmut Felderhoff
1988FaßbergOTL d.R.Reinhard RuckSFG Oldenburg e.V.
OSA d.R.Dr. Manfred Meyer
1987KaufbeurenOLtFred PierskallaLSC Faßberg e.V.
Herbert Meyer
1986NörvenichStFwWalter PeterkovskyLSV Kaufbeuren e.V.
OLtReinhard Blockus
1985HusumHFwKuno ScholzBwSFG Hangelar e.V.
HWmHarald Mergenthaler
1984OldenburgHptmHeinrich LinkogelSFG Husum e.V.
HptmSiegfried Gründer
1983BückeburgMaj d.R.Reinhard RuckSFG Oldenburg e.V.
SA d.R.Dr. Manfred Meyer
Gewinner des Motorflugwettbewerbs

Motorflug in der Bundeswehr Flugsportvereinigung e.V.

Die BFV, als Dachverband der ehemaligen Bw-Flugsportgruppen, unterstützt seine Vereine und Mitglieder beim Erhalt und Betrieb ihrer Motorflugzeuge. Neben den zivilen Flugzeugen besitzen die BFV-Vereine auch Luftfahrzeuge die einmal im Dienst der Bundeswehr standen.

Dies sind die Muster Piper L18C, Pützer Elster, Dornier Do27, Dornier Do28 und Piaggio Fw149.

Diese Flugzeuge müssen durch die Vereine finanziert und instand gehalten werden. Keine einfache Aufgabe, da Ersatzteile für diese älteren Militärflugzeuge nicht mehr produziert werden oder sehr teuer sind. Die BFV hilft ihren Mitgliedsvereinen dabei, indem ein Materialtausch zwischen den Flugzeughaltern vermittelt wird. Auch Sammelbestellungen von mehreren Vereinen werden koordiniert.

Um den Kontakt und die Kameradschaft zwischen den Motorfliegern zu fördern und um eine fliegerische Weiterbildung der Piloten zu gewährleisten, richtet die BFV alle zwei Jahre einen militärischen Motorflugwettbewerb aus. Dieser Wettkampf findet abwechselnd auf verschiedenen Flugplätzen der Bundeswehr statt. Es handelt sich dabei um einen Vergleichswettkampf im Navigations- und Präzisionsflug, bei dem den Besatzungen verschiedene Aufgaben gestellt werden. Die Aufgabenstellung ist dabei so angelegt das jüngere Piloten nicht überfordert werden und ältere, erfahrene Flugzeugführer, trotzdem eine Herausforderung haben.

Die Sieger dieses Wettbewerbes dürfen sich dann zu recht „Deutscher Meister im militärischen Navigations- und Präzisionsflug“ nennen. Die Kontaktadresse bei Fragen und Anliegen rund um den Motorflug lautet: Motorflug (at) Bw-Flugsport.de

Das Trainingslager 2017 der Bundeswehr Flugsportvereinigung in den französischen Seealpen

Bild 1.jpgDas Trainingslager:

Wie jedes Frühjahr hat die Bundeswehrflugsportvereinigung (www.bw-flugsport.de) das   Trainingslager für den Gebirgssegelflug im Zeitraum vom 18.03-22.04.2017 durchgeführt. In den 5 Wochen haben über 40 Teilnehmer an dieser Trainingsmaßnahme am ehemaligen Stützpunkt der Sportsoldaten in Vinon sur Verdon teilgenommen. Die langen Vorbereitungen, die bereits im November 2016 begonnen haben, haben sich ausgezahlt und ein harmonisches Fluglager ermöglicht.

Bild 2.jpgDer Standort:

Der Stützpunkt eignet sich durch seine Infrastruktur (Maison Blanche mit Unterkünften, Briefingraum sowie Küche) und Lage des Flugplatzes besonders für die Ausbildung in einem sehr weiten Leistungsspektrum und erfreut sich daher bereits seit vielen Jahren großer Beliebtheit bei den Teilnehmern. Neben dem klassischen Termikfliegen, ist der Hangflug am Parcours sowie Wellenfliegen bei Mistral immer ein Highlight.

Das Konzept:

Bild 3.jpgUnter der Leitung von Fregattenkapitän Frank Strewinsky und Oberstleutnant Norbert Kühne hat das Training in einer geschlossenen Trainingsgruppe stattgefunden. Beide Trainer wurden durch den ehemaligen Trainer der Sportsoldaten Hauptmann Karl Heinz Pfeifer sowie durch unseren ehemaligen Sportsoldaten Oberleutnant Mike Nierste tatkräftig unterstützt. Unter den Teilnehmern ist eine Teilnahme für die Teilnahme an den französischen Segelflugmeister-schaften in Romorantin/Frankeich ausgeflogen worden.

Bild 4.jpgEin typischer Tagesablauf:

Nach dem Aufbau der Segelflugzeuge und Abschluss der Startvorbereitungen, wurde das morgendliches Wetter- sowie Sicherheitsbriefing durchgeführt. Anschließend wurden die Trainingsgruppen je nach Trainingsstand zusammengestellt und die Flugrouten mit dem Trainer und Team abgesprochen. Je nach individueller Leistungsfähigkeit wurde entweder im Doppelsitzer oder im Teamflug mit 2-3 Einsitzern ausgebildet. Im Infoteam mit anderen Teilnehmern wurden hilfreiche Informationen zu Wetter und Flugvorhaben ausgetauscht. Nach der Landung wurden abends die Flüge im gemütlichen Rahmen analysiert und individuelle Tipps zur Leistungsverbesserung gegeben.

Das Gesellschaftliche:

Bild 5.jpgTraditionell hat wieder der Deutsch-Französichen Freundschaftsabend stattgefunden, um die tiefe Verbundenheit mit unserem Gastverein der AAVA gebührend zu feiern. In lockerer Runde hat man neue Freundschaften geschlossen und vertieft. Hier profitieren wir von dem Erfahrungsaustausch mit unseren französichen Freunden, die über viele Streckentipps und Erfahrungen im Gebirge verfügen.

Resümee

Insgesamt blicken wir auf ein sehr erfolgreiches Trainingslager zurück, was uns bereits im Frühjahr auf die kommende Saison und Wettbewerbe sehr umfassend vorbereitet hat. Die gelebte Kameradschaft und das anhaltend gute Wetter haben uns insbesondere in den ersten drei Aprilwochen sehr weite und abwechselungsreiche Flüge bis zum Mont Blanc ermöglicht.

Bild 6.jpgAusblick:

Seit 2014 verzeichnen wir immer weiter steigende Teilnehmerzahlen, so dass wir auch im kommenden Frühjahr beabsichtigen dieses Trainingslager anzubieten. Weiterführende Information sind unter der Homepage www.bw-flugsport.de sowie der Facebookseite Gebirgssegelflug – Trainingslager abrufbar. Teilnehmermeldungen für Soldaten und zivile Angestellte werden wir voraussichtlich im Dezember 2017 erbitten. Bei Fragen sowie Anregungen steht FKpt Frank Strewinsky per Email (frankstrewinsky@bw-flugsport.de) gerne zur Verfügung.

Wir wünschen Euch always Happy Landings

Frank und Norbert

51. Allgäuflug am 12. und 13. Mai

Ein Hinweis für unsere Wettbewerbspiloten im Motorflug:

Da in diesem Jahr kein Militärischer Motorflugwettbewerb stattfindet, warum nicht am Allgäuflug teilnehmen?
Eugen Scheuerle, der zu unseren Stammbesatzungen beim MMFW gehört, möchte euch herzlich zur Teilnahme einladen!
Kriegen wir ein paar Bundeswehr Besatzungen zusammen?

Ausschreibung und Informationen zum 51. Allgäuflug findet ihr unter:

http://fliegergruppe.de/allgaeuflug/

Anmeldeschluss ist am 10. Mai, also zögert nicht all zulange mit der Anmeldung!

Infiziert - Ein Bericht von Berni Rensik

Ich steuere unter Grat auf einen hell schillernden Berg zu, rund sind seine Kontouren, die mich aber nicht beruhigen. Ich fühle mich eingekesselt, dem Profil so nahe, steuere immer weiter auf die Wand zu. Über mir kreisen zwei Gänsegeier. Endlich erlösendes Steigen. Meine Hand klammert sich für mich vollkommen ungewohnt am Steuerknüppel des Kestrels fest. So dicht am Hang “sieht” man das Steigen regelrecht. Es ist nach meinem Flug im DuoDiscus mit Soufian am Vortag mein erster Tag im Einsitzer im Gebirge. Wir achtern am Cheval Blanc.

Besonders aufregend sind diese ersten Tage im Gebirge für einen eingefleischten Flachlandpiloten aus Bremen wie mich. Und gerade deshalb bin ich glücklich die Gelegenheit endlich beim Schopfe gepackt und unter Anleitung Zugang zur Gebirgsfliegerei gefunden zu haben. Soufian und Nico, meine beiden jungen Kameraden der Segelfluggruppe Bremen, wussten von meinem langehegten Traum und fragten, ob ich nicht nach Südfrankreich mitkommen wolle. Soufian war schon mehrfach mit unseren Vereinskameraden dort und kennt das Terrain. Für Nico und mich sollte es aber neu sein. Der Stützpunkt der BFV bietet einfach einen guten Ausgangpunkt. Ich wusste, ich würde aber nur unter Anleitung eines “Vorturners” ins Relief gehen.

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Der Deal war klar. Einweisungsflug im Doppelsitzer, dann im Team fliegen. Mein Kestrel wusste was zu tun war. Mit den Grundregeln des Gebirgsfliegens hatte ich mich natürlich im Vorfeld vertraut gemacht, und im Teamflug konnte ich mir Taktik und Umgang mit dem Gelände abschauen, während Frank Stre Win Sky tatkräftig vor den Reliefkarten mit Erklärungen zu den Windsystemen zur Hilfe stand. Unsere Flugwege führten uns in die Ecrins, in ausreichendem Höhenabstand zur Schutzzone ins Mercantour, zum Gallibier, am zweiten Tag gleich zum Col d’Etache. Eines Tages schob uns am Chaberton überraschend bei recht schwachen Wind eine leichte Welle nicht nur über die tiefen Wolken des Susa-Tals, sondern auch über die deutlich höheren Wolken der Südalpen auf 4.800 Meter. Phantastische Optik. Unglaubliche, nachhaltige Eindrücke prägten sich mir ein. Zwei Wochen vergingen sprichwörtlich wie im Fluge.

Kaum in der Heimat Bremen angekommen, stand für meine Frau und mich fest, wir würden in 14 Tagen erneut nach Vinon fahren. Dieses Mal konnten wir einen Vereinskameraden überzeugen mitzufahren. Tim kommt mit an Bord des Cabanons Uli. Die DG800 und der Kestrel harmonieren gut. Nun, wir waren ja auch nicht auf Rekord- sondern Erlebnisjagd. Konvergenzen an der italienischen Grenze, erneut mehrfach in den Glacier Blanc eingeflogen, über das Modanetal gehüpft, bei Mistral Welle geflogen, Frühstück in der Morgensonne, Wein zum Sonnenuntergang genossen. Ach, was könnten wir wieder für Geschichten erzählen.

Nach Bremen zurückgekehrt habe ich gleich meinen Hausarzt aufgesucht, und dieser versicherte mir, es gäbe kein Medikament oder nachträgliche Impfung gegen die erworbene Alpenfluginfektion. So füge ich mich meinem Schicksal und werde mir im April 2017 gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des BFV wieder eine Dosis Vinon geben. Es hilft ja eh nichts anderes.

Berni Rensink

Auftakt des Frühjahrstraining in Vinon

Nachdem endlich die Tage länger werden und die ersten Ihre Flugzeuge in Deutschland an den Start schieben, freuen sich die ersten Teilnehmer über die ersten wärmenden Sonnenstrahlen in der Provence. Das traditionelle Trainingslager der Bundeswehr Flugsportvereinigung hat am 18.03. begonnen und wird bis nach Ostern andauern.

Die Thermik ist bereits voll im Gange, so dass die ersten Flüge über 400 km am Standort Vinon gemeldet werden konnten. Ideale Voraussetzungen bereits jetzt schon für den anstehenden Militärwettbewerb im Segelflug (IMGC 2017) sowie andere Wettbewerbe zum Saisonauftakt zu trainieren.

Absicht ist es ,unter den Teilnehmern einen Platz an den Meisterschaften in Frankreich auszufliegen.

Wir freuen uns auf weiter Bericht auf der Homepage und unser Facebookseite.

LG und always Happy Landings.
Eure Fregatte und 2. Vorsitzender